Walimex Pro Fisheye auf Tour in Hamburg

Heute durfte ich das Walimex Pro Fisheye zu einem kurzen Test in die HafenCity in Hamburg ausführen und möchte zu meinen Eindrücken ein paar Worte loswerden.

walimex pro

Intro

Ich habe durch einen netten Bekannten die Möglichkeit bekommen, ein wenig mit dem beliebten Fisheye-Objektiv herumspielen zu können und musste diese Chance natürlich nutzen. Ich spiele selber seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, mir ein Fisheye zuzulegen, bin aber in meiner Wahl noch unsicher, gerade was den Hersteller angeht. Dazu mehr im Fazit.

Was ist ein Fisheye Objektiv?

Fisheye Objektive gehören zu den Spezialobjektiven und zeichnen sich durch ihre extremen Weitwinkel aus. Das führt zu gekrümmten Linien, tonnenförmigen Abbildungen, sphärisch verzerrten Perspektiven und sorgt durch die vielen Gestaltungsmöglichkeiten für spannende, teils witzige und fast immer spektakuläre Bildergebnisse.

Weitere Infos unter: http://de.wikipedia.org/wiki/Fisheye

Walixmex Pro Fisheye – Qualität und Technik

Rein äußerlich macht das Objektiv einen wertigen Eindruck. Ist man Canon L Objektive gewohnt, kommt es einem vielleicht etwas leicht und „plastiklastig“ vor, aber insgesamt geht die Qualität und Haptik in Ordnung. Die Stellringe laufen gut bzw. rasten deutlich ein. Keine optischen oder technischen Mängel. Die starke Krümmung der Linse hat mir etwas Sorgen bereitet, da man ständig und teils panisch darauf achtet, bloß nicht gegen die Linse zu stoßen. Die fest verbaute Gegenlichtblende hätte gern etwas größer sein können, was aber aufgrund des großen Bildwinkels nicht anders zu lösen ist (man würde die Blende dann auf den Bildern als Rand sehen). So bleibt nur, höllisch aufzupassen.

Hier noch ein paar Eckdaten:

  • Brennweite: 8mm
  • Lichtstärke 1:3,5
  • Bildwinkel KB / Vollformat: ca. 180°
  • Naheinstellgrenze: ca. 0,3m
  • Maße: 100x75mm
  • Gewicht: ca. 400g

Motive und Testfoto

Wetterbedingt waren die Fotos, die ich draußen gemacht habe, wenig spektakulär. Es war stark bewölkt (aber leider ohne dramatische Wolken, was widerrum spannende Bilder hätte geben können) und hat geregnet. Insgesamt waren die Bedingungen also eher mies.

Man beginnt beim Fotografieren schnell, nicht auf große, entfernte Motive zu schauen, sondern sucht sich spannende Szenen mit kürzeren Entfernungen. Richtet man aus ca. 200m Luftlinie die Kamera auf die Elbphilharmonie, zeigt sie sich mit einem Fisheye auf dem Foto lediglich als Mini-Modellabbildung ohne jegliche Wirkung. Daher suchte ich also eher nach Indoor-Motiven oder Details.

Mein Favorit der heutigen Tour ist das folgende Foto – entstanden in der U-Bahn-Haltestelle U4 Überseequartier (Klick aufs Bild für Volldarstellung):

walimex pro fisheye test

Für solche Motive drängt sich das Objektiv nahezu auf. Ich mag die Linienverläufe, die klare Struktur der Architektur, die Konzentration auf die Mitte, obwohl die Umgebung und Stimmung großzügig eingefangen wird. Durch die Bearbeitung in Schwarz-Weiß wirkt das Motiv sehr intensiv. Spätestens jetzt bin ich hin und weg von diesem Objektiv.

Fazit

Abschließend bleibt zu sagen, dass das Walimex Pro Fisheye richtig Spaß macht! Die manuelle Bedienung stört nach kurzer Zeit kaum, da ich die Werte einmal eingestellt habe und dann einfach drauf los fotografiert habe. Lediglich ISO-Anpassungen waren nötig.

Die Abbildungsleistung ist immer der größte Kritikpunkt, wenn man sich Artikel zu dem Objektiv im Netz durchliest. Leider muss ich das bestätigen. Oftmals sind mir starke chromatische Abberationen aufgefallen, was sich auf dem Testfoto in den Lichtern an der Seite deutlich zeigte (auch ein Grund, warum ich zur Schwarz-Weiß-Variante gegriffen habe). Weiterhin ließ die Schärfe bei Offenblende oft zu wünschen übrig. Erst ab Blende 8-11 wurde es zufriedenstellend. Dafür musste ich dann aber wieder die ISO-Werte erhöhen, so dass man Schärfe für Bildrauschen eintauscht… kein guter Deal, aber nicht anders machbar. Die goldene Mitte wollte sich in der kurzen Zeit meines Tests nicht einstellen.

Insgesamt muss man bei der Kritik aber den Preis bedenken. Für knapp 300,- € bekommt man wirklich viel Qualität. Ich hatte Walimex bisher eher als Hersteller von Studioequipment im Kopf und konnte mir zu Beginn schwer vorstellen, dass diese Linse etwas taugt – tut sie aber! 🙂 Das Preis-Leistungs-Verhältnis geht auf jeden Fall total in Ordnung, wenn man mit den kleinen Schwächen leben kann.

Das vergleichbare Pendant von Canon (Canon EF 8-15mm 1:4 L Fisheye USM Objektiv *) kostet sportliche 1200,- €. Bei der Preisdifferenz vergisst man die oben genannten Schwächen beim Walimex Pro Fisheye und da es für mich eine reine Spaßlinse ist, würde ich jederzeit zugreifen.

Danke noch mal an den Besitzer, der mir das gute Stück mit vollem Vertrauen zum Testen ausgehändigt hat – es hat mir einige Stunden großen Spaß bereitet und tut es Dir hoffentlich weiterhin auch. 🙂

Jetzt kaufen:

Angebot
Walimex Pro 8mm 1:3,5 DSLR Fish-Eye II Objektiv für Canon EF-S Objektivbajonett schwarz (manueller Fokus, für APS-C Sensor gerechnet, IF, mit abnehmbarer Gegenlichtblende und Objektivbeutel)
  • Geeignet für alle Kameras mit Canon EF und EF-S Bajonett, ideal für Panorama und Landschaftsaufnahmen, sowie Architektur und Sportfotografie, geeignet für Aufnahmen auf engstem Raum
  • Fantastische, einzigartige Persepktive mit sehr grosser Tiefenschärfe, Scharfeinstellung und Belichtungseinstellung rein manuell
  • Hochwertige Qualität in Optik und Mechanik, geeignet für APS-C Sensor
  • Vergütete Glaslinsen, Naheinstellgrenze: ca. 0,3m, abnehmbare Gegenlichtblende
  • Lieferumfang: 1x Walimex Pro 8/3,5 Fisheye II für Canon EF-S mit Gegenlichtblende schwarz, praktischem Objektivbeutel und Schutzdeckel

* = Affiliate Link

Related Post

2 thoughts on “Walimex Pro Fisheye auf Tour in Hamburg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.